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Dohlen im Schornstein                     
               

Wenn Dohlen auf den Schornsteinen nisten, ist das Leben der Hausbewohner in Gefahr. Die Gefahren sollten nicht unterschätzt werden.

In der Zeit von Februar bis Juni haben diese Vögel Nistzeit. Die munteren Tierchen suchen sich leider allzu oft Schornsteine aus, um dort ihre Nester zubauen. Es interessiert Dohlen wenig, dass durch Schornsteine eigentlich die Abgase abziehen sollen. Die Rabenvögel werfen ihre Zweige in den Schacht, wo sie sich verfangen.

Damit nimmt das Unglück entgültig seinen Lauf. Der Schornstein ist in der Regel seiner Funktion beraubt. Das eigentliche Problem besteht darin, dass die Betreiber der Gas-, Öl-, und Festbrennstoff-Feuererungsanlagen davon nichts mit bekommen.

Also läuft die Feuerstätte weiter, die Gase treten im Aufstellraum aus. Dies kann zu einer Kohlenmonoxid-Vergiftung führen, die tödlich enden kann. Kohlenmonoxid ist schwerer als Sauerstoff und sammelt sich am Boden und baut sich in Schichten auf. Tod durch Sauerstoffmangel ist bei entsprechenderKonzentration die Folge. Kohlenmonoxid ist farblos, geruchlos und geschmacklos und wird von den menschlichen Sinnen nicht erkannt.


 

Der Schornsteinfeger ruft alle Hausbesitzer zur Aufmerksamkeit auf, wenn die Dohlen im Frühjahr immer wieder auf demSchornstein sitzen. Dies ist meist ein Indiz für ein Nest. Die Dohle brütet in etwa 1,50 m Tiefe.

Man kann seinen Schornstein selbst mit einem kleinen Taschenspiegel kontrollieren: Sieht man kein Licht von oben, sollte sofort der zuständigeSchornsteinfeger informiert werden.

Um sicher zu gehen, kann in den gefährdeten Gebieten vorsorglich ein spezieller Dohlenschutz an der Mündung der Schornsteine installiert werden. Bei unbenutzten Schornsteinen ohne Feuerstättenanschluss  ist dieses nicht unbedingt erforderlich.